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Orange Juice Mafia | Investigativ aufgedeckt

Uniquedrinks gibt nicht nur Tipps für die besten Drinks der Welt, sondern deckt nun auch die geheimsten Geheimnisse auf. Die Geheimnisse, die es heute zu lüften gilt, sind die Machenschaften der sogenannten Orange Juice Mafia. Gemeinhin bekannt als O.J.Mafia.

Profitgier statt Menschlichkeit

Wie jeder weiß, ist der Orangensaft, den wir so gern in Deutschland trinken teilweise um die halbe Welt gereist. Wer nun 1 und 1 zusammenzählen kann, der errät das hier die geldgeilen Orangensaft-Kapitalisten zuschlagen. Denn der Saft wird nicht einfach gepresst und in riesen Fässern hergekarrt. Stattdessen wird daraus Konzentrat gewonnen.

Was nicht weiter schlimm ist. Eingedampft als trockenes Pulver nimmt der Saft einfach viel weniger Platz weg. Außerdem hält er sich entschieden besser auf der langen Überfahrt auf riesigen Frachtschiffen. Allerdings lässt man dabei eines außer Acht. Orangensaft mit Stückchen!

Wie kommen denn Stückchen in einen Saft, der durch Zugießen von Wasser erst aus Pulver zum Saft wird. Da haben wir den Fehler im System. Die Stückchen bekommt man logischerweise in Deutschland nicht so einfach und im Ursprungsland des Saftes hat man sie zuerst mühevoll ausgesiebt. Schließlich wollen die meisten Menschen leckeren wohlschmeckenden Saft ohne komische Stückchen darin, die beim Trinken eh nur hindern oder in den Zähnen hängen.

Um die eigenen Gewinne zu maximieren setzt die O.J.Mafia daher auf alternative Stückchen, die aussehen wie echt, aber viel billiger sind und vor Ort verfügbar. Was liegt da näher als die paar Deppen, die ihren dämlichen Saft unbedingt mit Stückchen wollen (er wird ja dadurch kein bisschen frischer), komplett abzuzocken und von vorn bis hinten zu verarschen.

-Baumwolle sieht dem Fruchtfleisch zum Verwechseln ähnlich-

Baumwolle ist daher die Wahl der Saft-Mafia. Sie versuchten es bereits mit kleingehäckselten Hühnerfedern, die unschlagbar billig waren. Schließlich sind sie im Normalfall Abfall. Dies führte jedoch zu Salmonellen-Problemen und weckte schnell das Interesse der Presse. Daher wird auf risikofreie Baumwollfäden gesetzt. Die sehen aus wie Fruchtstücke und saugen sich perfekt mit dem Saft voll, was über ihre wahre Struktur hinwegtäuscht.

Kritiker der Kritiker der O.J.Mafia würden nun behaupten, dass so etwas bei der deutschen Genauigkeit und den zahlreichen Verordnungen unmöglich ist. Tatsächlich darf dem Saft auch nur das hinzugefügt werden, was vorher bereits enthalten war. Doch durch zahlreiche miese(!) Tricks können diese umgangen werden.

Wer nach wie vor den Fake News von rein natürlichen Säften glaubt, dem legen wir nahe endlich mal die Augen zu öffnen. Zumindest denkt ihr ab jetzt bei jedem Schluck eines Orangensaftes mit Stückchen daran, dass es sich vielleicht auch einfach um kleingeschnittene Baumwollfäden handelt. Cheers!

1 comment

  • Hallo.
    Ich hatte vor zehn Jahren mal bei Rapps gearbeitet. Damals war das Orangensaft-Konzentrat kein trockenes Pulver sondern ein hochviskoser Sirup. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich daran was geändert hat.
    Eine Zugabe von Baumwolle oder Hühnerfedern erfolgte nicht. Ob das allerdings noch so ist, weiß ich nicht.

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