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Calvados sollte in keiner guten Bar fehlen

Lange hat Calvados in den angesagten Bars dieser Welt ein Schattendasein geführt. Doch ganz langsam, Jahr für Jahr, erkämpft sich der französische Apfelbranntwein aus der Normandie einen vorderen Platz in der Reihe internationaler Spirituosen hinter den Tresen der Hotel- und Cocktail-Bars.

Calvados, bitte gemixt!

Von immer mehr Bartendern wird der traditionelle Apfelbrand aus der Normandie im Mix eingesetzt. Das mag auch daran liegen, dass der IDAC (Interprofession des Appellations Cidricoles), der Verband der Calvados- und Cidrehersteller, jedes Jahr im Frühjahr einen spektakulären Wettbewerb veranstaltet.

In diesem Jahr reisten Bartender und Barschüler aus 14 Nationen nach Granville in der schönen Normandie im Nordwesten Frankreichs um gegeneinander anzutreten – und mixten mehr als 70 Cocktails live auf der Bühne des Archipel Theaters in Granville. In diesem Jahr schaffte es die Französin Yoanna Fouquet, den erstplatzierten Cocktail zu kreieren, sie mixte Calvados unter anderem mit Bier, Karamellsirup und Lycheesaft. Der englische Barschüler und Gewinner Mark Russell überzeugte mit Zutaten wie Kuhlua, ein mexikanischer Kaffeelikör und „clotted cream“ aus Cornwall.

Äpfel aus der Normandie sind bekannt für ein besonders intensives Apfelaroma. Im feuchten und milden Seeklima an der französischen Küste entlang des Ärmelkanals reifen nach der Apfelblüte im April jedes Jahr viele verschiedene Apfelsorten heran, aus denen Cidre und Calvados entstehen.

Papidoux Calvados 15 Jahre Apfelbrand (1 x 0.7 l)
  • Pâpidoux ist die Seele des Apfels. Er lässt sich stilecht mit dem edlen Pâpidoux Calvados-Glas genießen, handwarm zu allen Gelegenheiten, besonders als Digestif nach dem Essen oder wie die Franzosen als "Trou Normand" zwischen den Gängen.
  • Nur die besten Destillate werden für Pâpidoux 15 ans d'age (40% vol) miteinander vermählt. Dabei reifen die Destillate mindestens 15 Jahre in Fässern aus französischer Limousin-Eiche. Pâpidoux 15 ans d'age besticht durch die Reife des Alters,
  • hat sich aber die Fruchtigkeit des jungen Calvados bewahrt und zeichnet sich durch einen außerordentlich harmonischen, abgerundeten Geschmack aus. Ein wahrer Genuss für Kenner.

Frischer Apfelmost mit individuellem Verhältnis

Die Grundsubstanz für die Herstellung von Calvados ist frischer Apfelmost aus der Region, der zu 40 Prozent aus süßen, zu 40 Prozent aus bitteren und zu 20 Prozent aus sauren Äpfeln besteht, um einen möglichst vielseitigen Geschmack zu erreichen. Jeder Kellermeister legt individuell das genaue Verhältnis der Sorten fest und macht ein Geheimnis aus seinem Rezept. Über 100 Apfelsorten wachsen in der Normandie, und jeder „pommier“ baut verschiedene Sorten an. Denn so kann er eine exquisite cuvée, die geschmackliche Abstimmung des Apfelweins erreichen.

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Aus Cidre wird Calvados

Der Most wird einem weiteren Gärungsprozess unterzogen und aus dem daraus gewonnenen Cidre, ein Apfelschaumwein, wird in Brennhüten destilliert und über Jahre zu feinen Apfelbränden in Eichenholzfässern herangereift. Das langsame Reifen im Fass bei Temperaturen um 14 Grad verschafft dem Calvados eine immer kräftigere Bernsteinfarbe. Allerdings nur wenn die verwendeten Äpfel im genau definierten Gebiet einer Appellation d’Origine Contrôlée (AOC) gewachsen und gereift sind, darf der Calvados eine der drei Ursprungsbezeichnungen tragen: AOC Calvados, AOC Domfrontais oder AOC Pays d’Auge.

In Frankreich wird der Calvados als Aperitif, während eines Essen zwischen den Gängen, oder als Digestif genossen. Liebevoll wird der Brand „Trou Normand“ („normannisches Loch“) genannt, weil er Platz schafft für weitere Köstlichkeiten. Sehr lecker schmeckt Calvados übrigens auch mit Schokolade – vor allem der XO, der extra alte, der acht bis 15 Jahre in den Eichenfässern weilt.

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